Was ist Dash?

Dash ist digitales Bargeld

Dash (Digital Cash) wurde 2014 von Evan Duffield entwickelt und ist die erste Kryptowährung, die tatsächlich als digitales Bargeld verwendet werden kann. Andere Währungen sind aufgrund langsamer Transaktionsgeschwindigkeit, hoher Transaktionsgebühren und fehlender Anonymiserungsfunktionen dagegen eher als digitaler Wertspeicher oder digitales Gold anzusehen.

Dezentrale Organisation mit Struktur

Dank der Organisationsstruktur der Dash DAO (Decentralized Autonomous Organisation) und dem DGBB (Decentralized Governance By Blockchain) hat Dash die organisatorischen Schwierigkeiten von Bitcoin überwunden. Dash finanziert Entwickler, Marketing uvm. aus exakt für diesen Zweck vorgesehenen Block-Rewards und ist somit nicht von externen Geldgebern, ehrenamtlichen Helfern oder Spekulation abhängig.

Innovative Transaktionsverfahren

Über innovative Transaktionsverfahren wie InstantSend und PrivateSend realisiert Dash Transaktionen optional in max. 1 Sekunde, zu einem Preis von weniger als 0,01€ und schützt zusätzlich die Privatsphäre seiner Nutzer.

Skalierbarkeit

Durch die umfassenden Entlohnung aller Netzwerkteilnehmer (Miner, Masternodes, Team) bringt Dash alle grundlegenden Voraussetzungen für eine massenkompatible Skalierbarkeit mit.

Geschwindigkeit normal

ca. 2,5 Minuten

Gebühren normal

< 0,01€

Geschwindigkeit InstantSend

ca. 1,3 Sekunden

Gebühren InstantSend

ca. 0,01€

Geschwindigkeit PrivateSend

variabel

Gebühren PrivateSend

ca. 0,01€

Maximale Anzahl

18,9 Millionen

Zweck

digitales Bargeld

Erscheinungsjahr

2014

Erfinder

Evan Duffield

Entwicklungsteam

> 50 Mitarbeiter
dash.org

Akzeptanzstellen

> 900 Händler
discoverdash.com

Hashpower

> 2 PH/s

Anzahl Masternodes

> 4.700

Blockgröße

2 MB

Blocktime

2,5 Minuten

Blockchain

Proof-of-Work

Algorithmus

X11

Was ist eine DAO?

Dash ist eine DAO (Dezentrale Autonome Organisation). Die wichtigsten Säulen der DAO sind: Miner, Masternodes & Budget. Organisiert wird die Dash DAO im sogenannten DGBB (Decentralized Governance By Blockchain) in dem über die Finanzierung von Projekten aus der Community, die so genannten Budget-Proposals aus den Bereichen Development, Marketing uvm. abgestimmt wird.

Stimmberechtigt sind einzig und allein die Masternodes, da diese aufgrund einer fest zu hinterlegenden Sicherheit (Collateral) von 1.000 Dash “skin in the game” und somit konkret “etwas zu verlieren” haben: den Wert ihres Investments.

  • dezentrale Organisation mit Struktur
  • schnelle & effiziente Entscheidungsfindung
  • jeder kann mitmachen
Blockrewards

Die im Dash Netzwerk durch Mining erwirtschafteten Blockrewards werden – anders als bei anderen Proof-of-Work basierten Kryptowährungen – im Verhältnis 45-45-10 auf Miner, Masternodes und das Dash Budget aufgeteilt. Es werden also alle Teilnehmer des Netzwerks an den Erträgen beteiligt. Dieses Incentivierungsmodell ermöglicht es, nicht nur Mining, sondern auch den Betrieb einer Masternode (Fullnode mit zusätzlichen Aufgaben) mit wirtschaftlichem Interesse zu verfolgen und nimmt damit starken Einfluss auf die Skalierbarkeit des Netzwerks. Denn da allen Betreibern technischer Ressourcen finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden, sind auch alle Betreiber dazu in der Lage ihre Ressourcen an das Leistungsbedürfnis des Netzwerks anzupassen.

Mit Blick auf das DAO-eigene Budget lässt sich sagen: Dash finanziert sich selbst und ist nicht von externen Investitionen, Spekulationsgeschäft oder ehrenamtlicher Unterstützung abhängig.

DGBB

Eine der größten Herausforderungen dezentraler Projekte besteht in ihrer Organisationsstruktur, da Entscheidungen über den Fortgang der Unternehmung nicht zentral von einzelnen Personen, sondern eben dezentral von mehreren am Projekt beteiligten Teilnehmern getroffen werden. Um diesem Problem Herr zu werden, nutzt die Dash DAO das DGBB, ein Governance-System mit dessen Hilfe über einzelne Schritte und Maßnahmen zur Weiterentwicklung des Projekts abgestimmt wird.

Das beste Beispiel für die Effizienz und Geschwindigkeit der Entscheidungsfindung innerhalb der Dash DAO ist wohl die Skalierungsdebatte, die im Falle Bitcoin nicht nur für starke Unruhen innerhalb der Community sorgte, sondern letztlich zur Spaltung führte und seit 2015 bis heute andauert.

Die Erhöhung der Blocksize im Dash Netzwerk wurde im Januar 2016 vom Core Team als Proposal eingereicht und innerhalb von 24 Stunden mit einer überwältigenden Mehrheit von 99,1% aller Stimmen freigegeben.

Weitere Informationen zum DGBB finden Sie hier: https://dashpay.atlassian.net/wiki/spaces/DOC/pages/8585246/Governance+and+Budget+System

Masternodes

Die Masternodes im Dash-Netzwerk entsprechen grundlegend den Fullnodes in anderen Proof-of-Work Systemen, es gibt jedoch signifikante Unterschiede. 

Zum einen werden Masternodes mit 45% der Blockrewards vergütet, was für die Skalierbarkeit des Dash-Netzwerks von essentieller Bedeutung ist, denn durch die Entlohnung haben die Betreiber von Masternodes die Möglichkeit, immer leistungsfähigere Hardware und Netzanbindungen zur Verfügung zu stellen. Dies ist nicht nur aufgrund der immer größer werdenden Blockchain und mit Blick auf die steigende Größe der einzelnen Blöcke erforderlich, sondern auch da die Masternodes mit der Durchführung von InstantSend- und PrivateSend-Transaktionen betraut sind, die zwei der stärksten Alleinstellungsmerkmale darstellen. In Zukunft werden Masternodes noch weitere Aufgaben im Dash-Netzwerk übernehmen, was ein technisches Aufrüsten und so die finanzielle Entlohnung unabdingbar macht.

Darüber hinaus sind die Masternodes aufgrund ihrer hinterlegten Sicherheit (Collateral) von 1.000 Dash als einzige stimmberechtigt im DGBB. Sie nehmen also signifikanten Einfluss auf die Weiterentwicklung von Dash und können im übertragenen Sinne als Aktionäre angesehen werden. Durch das Collateral ist gewährleistet, dass die Masternodes stets im besten Interesse für Dash für oder gegen Proposals „voten“.

Wer eine Masternode betreiben möchte, benötigt dafür Strom, einen Internetzugang, eine dedizierte IP-Adresse und spezielle Soft- und Hardware sowie 1.000 Dash, die als Collateral hinterlegt werden müssen. Sobald das Collateral nicht mehr der Soft- und Hardware zugewiesen ist, verliert die Masternode ihren Status und wird zu einer normalen Fullnode. Masternodes müssen rund um die Uhr mit dem Internet verbunden sein.

Selbstverständlich ist auch das technische Wissen eine Voraussetzung. Dieses ist durch zahlreiche Quellen in unüberschaubarer Menge im Netz verfügbar, frei zugänglich und kann von jedem Interessierten kostenlos angeeignet werden.

Weitere Informationen finden Sie hier: https://dashpay.atlassian.net/wiki/spaces/DOC/pages/1146943/Masternodes

Budget

Der Dash Treasury Fund ist das monatliche Budget von Dash und stellt im Universum der Kryptowährungen eine absolute Besonderheit dar. Dank ihm ist Dash vollkommen unabhängig von externen Investitionen, ehrenamtlicher Unterstützung, Spenden oder Spekulation und darüber hinaus dazu in der Lage Entwickler, Designer, Marketingexperten, Vertriebler und Projektmanager mit eigenen Mitteln zu bezahlen.

Diese Herangehensweise ist im Universum der Kryptowährungen zwar eher unüblich, ermöglicht es Dash allerdings das Projekt an allen Fronten voran und so zum Erfolg zu führen.

Das Budget setzt sich aus 10% der Blockrewards zusammen.

Proposals

Vorschläge zur Weiterentwicklung, die sogenannten Proposals, können von jedem Community-Mitglied eingereicht und zur Abstimmung gestellt werden. In der Regel stehen Proposals in Zusammenhang mit einer Budgetforderung.

Eine Übersicht über alle eingereichten Proposals finden Sie hier: https://www.dashcentral.org/budget

Was ist InstantSend?

Um den Bedürfnissen der Verwender von digitalem Bargeld gerecht zu werden, bietet Dash neben normalen Transaktionen, die ähnlich Bitcoin an die Blocktime gebunden sind, InstantSend-Transaktionen an.

InstantSend ermöglicht irreversible Transaktionen mit sofortiger Bestätigung (unter 1 sec.) und ist damit ideal für den Einsatz im stationären Handel oder in der Gastronomie geeignet.

  • Sofortige Bestätigung der Transaktion
  • Optimal für den stationären Handel

Die Verwendung von InstantSend ist optional.

Funktionsweise

InstantSend-Transaktionen sind optional und werden vom Masternode-Netzwerk durchgeführt. Hierzu wird durch den Hash des vorangegangenen Blocks ein Quorum von 10 Masternodes bestimmt. Durch die festgeschriebene Blockzeit von 2,5 Minuten setzt sich dieses Quorum alle 2,5 Minuten neu zusammen. Die ausgewählten Masternodes prüfen jede eingehende InstantSend-Transaktion. Sobald 5 Masternodes die Transaktion als gültig ansehen, werden die in der Transaktion verwendeten Coins geblockt. Diese Information teilen die Masternodes mit dem gesamten Netzwerk, so dass ein doppeltes Ausgeben (Double-Spend), wie es bei anderen Kryptowährungen in einem solch kurzen Zeitfenster möglich wäre, ausgeschlossen ist. Der Vorgang ist in weniger als 1 Sekunde abgeschlossen.

Der Empfänger der InstantSend-Transaktion kann sich also direkt nach Transaktionsbeginn sicher sein, dass der versendete Betrag eingehen wird. Abgeschlossen wird die Transaktion allerdings erst, sobald sie von den Minern in den entsprechenden Block der Blockchain geschrieben wird. Erst wenn dies erfolgt ist, können die transferierten Dash erneut versendet werden.

Gebühren

Da eine InstantSend-Transaktion aufwendiger ist als eine normale Dash-Transaktion, ist die Transaktionsgebühr mit 0,01 Euro geringfügig höher als sonst (<0,01 EUR).

Was ist PrivateSend?

PrivateSend wurde entwickelt, um die Bewegungen von Transaktionen auf der öffentlich einsehbaren Blockchain zu anonymisieren und so die Privatsphäre der Verwender zu schützen. Die Ein- und Ausgänge im Wallet sind zwar weiterhin sichtbar, aber die Verbindung zwischen Sender und Empfänger ist nicht nachvollziehbar. Genau so verhält es sich mit physischem Bargeld.

  • Schutz der Privatsphäre
  • InstantSend kompatibel

Die Verwendung von PrivateSend ist optional.

Funktionsweise

PrivateSend-Transaktionen sind optional und werden vom Masternode-Netzwerk durchgeführt. Das verwendete Verfahren wird als Coin-Mixing bezeichnet. Um dieses Coin-Mixing innerhalb einer Transaktion durchführen zu können, wird der zu versendende Gesamtbetrag in mehrere Teilbeträge identischer Größen gestückelt, die jeweils einer eigenen Adresse zugewiesen werden. Die Wallet Software des Senders wählt nun eine Masternode aus und stellt eine Transaktionsanfrage des Gesamtbetrags unter Übermittlung der Teilbeträge. Die Masternode verbindet sich daraufhin mit 2 anderen Masternodes, da 3 Masternodes für die Abwicklung einer PrivateSend-Transaktion erforderlich sind, und vermischt die Teilbeträge anderer PrivateSend-Transaktionen miteinander. Bevor nun die Transaktion des Gesamtbetrags, der sich aus “neuen” Teilbeträgen anderer PrivateSend-Transaktionen zusammensetzt, an den Empfänger übermittelt wird, prüft die Wallet-Software des Senders, ob der Gesamtbetrag noch korrekt ist. Sofern dies der Fall ist, wird die Transaktion durchgeführt. Je mehr dieser Coin-Mixing-Runden vom Sender gefordert werden, um so schwieriger wird es die Bewegung der Coins auf der Blockchain nachzuvollziehen.

Rein theoretisch wäre es möglich eine solche Transaktion zu entschlüsseln, tatsächlich ist dies in der Praxis jedoch trotz Preisgeld noch nie gelungen.

Gebühren

Da eine PrivateSend-Transaktion aufwendiger ist als eine normale Dash-Transaktion, ist die Transaktionsgebühr mit 0,01 Euro geringfügig höher als sonst (<0,01 EUR). Die Transaktionszeit bleibt jedoch dieselbe.

Was bringt die Zukunft?

Egal ob Ernährung, Kommunikation oder Zahlungssystem – mit Blick auf die breite Masse sind eine einfache Handhabung und eine hohe Benutzerfreundlichkeit – oder kurz die Convenience – eines Produkts, ausschlaggebende Kriterien für dessen langfristigen Erfolg. Aus diesem Grund arbeitet das Dash Core-Team unter dem Arbeitstitel „Evolution“ an einer Plattform, die die Verwendung von Dash so einfach gestalten wird, dass der Einstieg in die Welt der Kryptowährungen und so in ein unabhängiges Finanzsystem für Endverbraucher und Händler auch ohne technische Vorkenntnisse möglich sein wird.

  • User-Accounts
  • Kontaktverwaltung
  • Händler-Apps

Dank „Evolution“ werden Transaktionen im Dash-Netzwerk in Zukunft nicht mehr direkt mit kryptografischen Adressen durchgeführt werden müssen, sondern sollen über Benutzernamen direkt an die Public-Keys der Empfänger gesendet werden können.

HändlerIntegration

Die Integration von Dash als Zahlungsmittel, zum Beispiel in einen Webshop, wird so unkompliziert und einfach sein, dass sie von jedem Webentwickler vorgenommen werden kann. Marktplätze und andere Services werden mit Hilfe von dezentralen Speichersystemen als DApps auf der „Evolution“-Plattform ausgeführt werden und so ein komplett dezentrales Ökosystem schaffen, dass die Nutzung digitaler Währungen revolutionieren wird.

Software

Bei Dash wird man in Zukunft keine spezielle Software mehr für die Nutzung benötigen. Nutzer werden sich einfach in die Blockchain einloggen und ihr Konto verwalten können, wie sie es beim Online-Banking gewohnt sind. Sie werden wie in Whatsapp oder Facebook Kontakte haben und können diesen einfach über Usernamen Geld schicken. Sie werden Abos mit Händlern abschließen und Daueraufträge einrichten können, ohne sich mit den technischen Details im Hintergrund befassen zu müssen. Einkaufen auf Webseiten wird kinderleicht und mit nur ein bis zwei Klicks, wie man es beim traditionellen Online-Shopping gewohnt ist, erledigt sein.

Für Händler fällt der gesamte infrastrukturelle Aufwand weg, den man heute bei der Integration von Kryptowährungen als Zahlungsmittel hat. Mit dem Anlegen eines Accounts auf der Dash Blockchain selbst, ist man schon so gut wie fertig.

Der Launch dieses Features ist im Verlauf des Jahres geplant.

Roadmap

Alle Details zur weiteren Entwicklung von Dash finden Sie unter:

https://github.com/dashpay/dash-roadmap