Steuerrechtliche Behandlung von Kryptowährungen

Allgemein

Die Besteuerung von Kryptowährungen bereitet den meisten Privatpersonen und Unternehmen noch immer Kopfzerbrechen. Auch viele der beratenden Unternehmen wie Beispielsweise Steuerberater sind häufig mit der Materie überfordert. Darum haben wir gemeinsam mit unseren Partnern einen allgemeinen Fragebogen erarbeitet und hoffen damit so viel Klarheit wie irgend möglich in die Angelegenheit zu bringen.

Disclaimer

Die steuerrechtlichen Fragestellungen im Zusammenhang mit Kryptowährungen sind noch weitgehend ungeklärt. Sowohl das Finanzamt als auch das Finanzgericht können daher im Einzelfall von der hier dargestellten steuerlichen Behandlung abweichen. Die Autoren übernehmen keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Inhalte. Steuerpflichtige sollten sich stets vor Aufnahme ihrer Tätigkeit an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt wenden.

Unsere Partner

WINHELLER Rechtanwaltsgesellschaft mbH

WINHELLER Rechtsanwälte & Steuerberater ist eine der führenden deutschen Kanzleien im Bereich kryptografischer Währungen und Blockchain und hat sich neben steuerlichen Belangen auch auf aufsichtsrechtliche Themen spezialisiert. Neben dem Frankfurter Hauptsitz unterhält die Kanzlei Besprechungsräume in Berlin, Hamburg und München. Als One-Stop-Shop liefert WINHELLER sämtliche rechtlichen und steuerlichen Beratungsleistungen aus einer Hand.

Zur Website: https://www.winheller.com/

WOLF THEISS Rechtsanwälte GmbH & Co KG

Wolf Theiss ist eine der führenden Anwaltssozietäten in Zentral-, Ost- und Südosteuropa (CEE/SEE), die sich ihren Ruf durch eine Kombination aus unübertroffener Ortskenntnis und starker internationaler Kompetenz erworben hat.

Zur Website: https://www.wolftheiss.com/

CryptoTax

Die noch nicht abschließend geklärte Rechtslage und der hohe Aufbereitungsaufwand der getätigten Transaktionen bereitet vielen Steuerpflichtigen und deren steuerlichen Beratern Kopfschmerzen. Dies hat CryptoTax  zum Anlass genommen, automatisierte Steuerreporting-Lösungen für Kryptoinvestoren anzubieten. Durch die von einer großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zertifizierten Steuerreports wird jederzeit Compliance mit dem aktuellen Rechtsstand gewährleistet. Über die webbasierte Plattform CryptoTax können privaten Investoren alle für die Steuererklärung notwendigen Dokumente generieren. Der Report kann direkt der Steuererklärung beigefügt werden.

Zur Website: https://cryptotax.io/

Schürmann, Schürmann & Schürmann
Steuerberatungsgesellschaft mbH

Wir sind eine mittelständische Steuerberatungskanzlei, die seit knapp drei Jahrzehnten an
mehreren Standorten in Berlin und Umgebung Unternehmen und Privatpersonen steuerlich
berät. Einer unserer Schwerpunkte ist die steuerliche Begleitung von jungen Unternehmen
(Start-ups). In diesem Zusammenhang haben wir in den letzten Jahren eine umfangreiche
Expertise im Bereich der steuerlichen Behandlung von Kryptowährungen aufgebaut und stehen
Ihnen gerne mit Rat zur Seite!

Zur Website: https://www.steuerberater-berlin-schuermann.de/

Rechtslage & steuerliche Betrachtung

Was sollte man allgemein über die Rechtslage und die steuerliche Betrachtung von Kryptowährungen wissen?

Deutschland

Die Besteuerung von Kryptowährungen ist in Deutschland gesetzlich nicht explizit geregelt. Es kommen vielmehr die allgemeinen Steuerregelungen zur Anwendung, die jedoch wegen der Neuartigkeit dieser Wirtschaftsgüter nicht immer unproblematisch ist. Während manche Fragen in der Praxis bereits übereinstimmend beantwortet werden, wie beispielsweise die Einordnung des privaten Handels mit Kryptowährungen unter die privaten Veräußerungsgeschäfte, gibt es immer wieder Bereiche und neue Technologien, die steuerrechtlich ungeklärt und umstritten sind.

Das Bundesfinanzministerium hat sich jetzt erstmals mit Schreiben vom 27.02.2018 zu einzelnen Fragen der Besteuerung geäußert, das die Finanzämter in Deutschland bindet. Dieses Schreiben betrifft jedoch nur die Umsatzsteuer. Auch das Finanzministerium Hamburg hat sich mit der Thematik befasst und am 11.12.2017 eine Stellungnahme zur ertragsteuerlichen Behandlung des Handels mit Bitcoins in der privaten Vermögenssphäre veröffentlicht, das jedoch nur die Finanzämter in Hamburg bindet. Weitere Verwaltungsanweisungen oder gar finanzgerichtliche Entscheidungen existieren noch nicht.

Wegen dieser nach wie vor unsicheren Rechtslage und der unterschiedlichen Investitionsmöglichkeiten, die auch zu einer unterschiedlichen steuerlichen Behandlung führen können, sollte für den konkreten Einzelfall ein Steuerberater oder Rechtsanwalt konsultiert werden. Gern stehen Ihnen die Experten von WINHELLER zur Verfügung.

Österreich

In Österreich gibt es weder gesetzliche Regelungen zur Besteuerung von Kryptowährungen noch diesbezügliche Entscheidungen des Bundesfinanzgerichts oder des Verwaltungsgerichtshofs. Dies ergibt sich aus der Neuheit des Phänomens von Kryptowährungen und führt zu einer gewissen Rechtsunsicherheit. Hinzuweisen ist aber noch auf die Information des Bundesministeriums für Finanzen (BMF) vom 25.7.2017 zur steuerlichen Behandlung von Kryptowährungen. Es handelt sich hierbei um eine den Steuerpflichtigen nicht bindende Rechtsansicht, die überdies nicht alle relevanten Fragestellungen abdeckt. Im Folgenden werden ein paar generelle Aussagen zu Kryptowährungen getätigt; wer in diesem Bereich tätig ist, sollte jedenfalls seinen Steuerberater oder Rechtsanwalt konsultieren.

Steuern

Wie werden Kryptowährungen steuerlich kategorisiert?

Deutschland

Kryptowährungen sind kein gesetzliches Zahlungsmittel. Vielmehr werden sie – zumindest im Ertragsteuerrecht – als immaterielle Wirtschaftsgüter betrachtet.

Österreich

Das BMF behandelt Kryptowährungen für Zwecke der Einkommen-/Körperschaftsteuer als nicht abnutzbares unkörperliches Wirtschaftsgut.

Trading

Wie werden Gewinne/Verluste aus Krypto-Trading besteuert?

Deutschland

Wird der An- und Verkauf von Kryptowährungen als Privatperson unternommen, sind § 22 Nr. 2, § 23 Abs. 1 Nr. 2 EStG einschlägig. Es handelt sich hierbei um ein privates Veräußerungsgeschäft von „anderen Wirtschaftsgütern“. Gemäß § 23 Abs. 3 Satz 1 EStG ist der Gewinn oder Verlust der Unterschied zwischen Veräußerungspreis einerseits und den Anschaffungs- und Werbungskosten andererseits. Es muss also nur der Anschaffungspreis vom Veräußerungspreis abgezogen werden. Die Gebühren beim Handel auf den Börsen sind Werbungskosten und damit abzugsfähig. In § 23 Abs. 3 Satz 5 EStG ist zudem eine Freigrenze von 600 € vorgesehen, bis zu deren Erreichen alle privaten Veräußerungsgeschäfte des Veranlagungszeitraums steuerfrei bleiben. Wird die Grenze überschritten, muss allerdings der gesamte Betrag ab dem ersten Euro versteuert werden. Die Einkommensteuer fällt dabei nicht erst beim Umtausch von Kryptowährungen in Euro oder eine andere Fremdwährung an, sondern bereits bei einem Tausch in eine beliebige andere Kryptowährung oder auch beim Kauf von Waren oder Dienstleistungen mit einer solchen. Vergeht aber zwischen Anschaffung und Veräußerung mehr als ein Jahr (ggf. zehn Jahre nach § 23 Abs. 1 Nr. 2 Satz 4 EStG), greift die Haltefrist des § 23 Abs. 1 Nr. 2 Satz 1 EStG. In diesen Fällen ist der gesamte Veräußerungsgewinn nicht steuerbar.

Zur Bestimmung der Anschaffungskosten und des Veräußerungsgewinns sowie zur Bestimmung der Einhaltung der Haltefrist wird in der Regel die sogenannte FIFO-Methode aus § 23 Abs. 1 Nr. 2 Satz 3 EStG herangezogen. Zwar schreibt das Gesetz diese First-In- First-Out- Methode nicht für Kryptowährungen vor, in der Praxis wird sie aber weitgehend angewendet. Es werden allerdings auch andere Meinungen vertreten und eine Berechnung nach der LIFO-Methode oder – zur Bestimmung der Anschaffungskosten – nach Durchschnittswerten vorgeschlagen.

Wird der Handel mit Kryptowährungen gewerblich durchgeführt (z.B. durch Anbieten einer Webseite zum Umtausch von Kryptowährungen) sind die Erträge als solche aus Gewerbebetrieb gem. § 15 EStG zu versteuern. In diesem Rahmen gibt es insbesondere keine Haltefrist. Neben der Einkommensteuer muss in dem Fall auch Gewerbesteuer gezahlt werden. Allerdings sieht § 11 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 GewStG einen Freibetrag in Höhe von 24.500 Euro vor. Zudem hat sich der Händler mit Fragen der Umsatzsteuerbarkeit seiner Tätigkeit zu beschäftigen.

Österreich

Nach Meinung des BMF sind Veräußerungsgewinne von Kryptowährungen als Einkünfte aus Spekulationsgeschäften iSd § 31 EStG steuerpflichtig (progressiver Steuersatz von bis zu 55 %). Voraussetzung dafür ist, dass der Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als ein Jahr beträgt (somit wäre bei Einhaltung der Jahresfrist Steuerfreiheit gegeben). Innerhalb der Jahresfrist realisierte Verluste sind mit Spekulationsgewinnen ausgleichsfähig. Für die Einkünfte nach § 31 EStG besteht insgesamt eine Freigrenze von EUR 440/Jahr. Besonderes gilt nach dem BMF bei “zinstragender Veranlagung”. In einem Betriebsvermögen gehaltene Kryptowährungen sind unabhängig von der Einhaltung der Jahresfrist immer steuerpflichtig, und zwar zum progressiven Steuersatz von bis zu 55%.

Mining

Wie werden Miningerträge besteuert?

Deutschland

Bei der Besteuerung von Mining muss abgegrenzt werden, ob dieses noch im privaten Bereich oder aber gewerblich ausgeführt wird. Die Bundesregierung hat sich in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage dahin gehend geäußert, dass Einkünfte aus privatem Mining sonstige Einkünfte gemäß § 22 Nr. 3 EStG darstellen können. Unklar ist, ob sich dies nur auf die erhaltenen Transaktionsgebühren oder auch auf den Blockreward bezogen hat. Es wird auch vertreten, dass mangels Erbringung einer Leistung gar keine Steuerbarkeit des privaten Minings vorliegt.

Bezüglich etwaiger neu geschaffener Coins kommt bei einer späteren Veräußerung derselben eine Steuerbarkeit als privates Veräußerungsgeschäft mangels Anschaffung nicht in Betracht. Beim Mining ist die Schwelle zur Gewerblichkeit, einer nachhaltigen, selbstständigen Tätigkeit mit Gewinnerzielungsabsicht, aber schnell überschritten. In diesem Fall wären die geschürften Coins zunächst mit den Herstellungskosten, also zumeist die anteiligen Strom- und Hardwarekosten, anzusetzen. Bei einer späteren Veräußerung ist der Unterschiedsbetrag dann der steuerbare Gewinn.

Weder der Blockreward noch die erhaltenen Transaktionsgebühren stellen nach dem oben genannten BMF-Schreiben ein Entgelt für eine unternehmerische Leistung dar. Es fällt also keine Umsatzsteuer an. Dies bedeutet auch, dass die Vorsteuer gem. § 15 Abs. 2 Nr. 1 UStG (z.B. für angeschaffte Hardware) nicht abgezogen werden kann.

Österreich

Laut BMF liegen beim Mining immer Einkünfte aus Gewerbebetrieb iSd § 23 EStG vor (progressiver Steuersatz von bis zu 55 %). Anders als vom BMF angenommen müsste es jedoch auch möglich sein, mit Mining-Aktivitäten im Bereich der Vermögensverwaltung zu bleiben. Dies wäre der Fall, wenn die Tätigkeit des Steuerpflichtigen nach Art und Umfang nicht wesentlich jenes Ausmaß überschreitet, das üblicherweise mit der Verwaltung des eigenen Vermögens verbunden ist. Konsequenterweise wären die durch Mining erworbenen Kryptowährungen diesfalls steuerliches Privatvermögen. Es besteht nach Meinung des BMF keine Umsatzsteuerpflicht des Minings.

Masternodes

Wie werden Masternodes-Erträge besteuert?

Deutschland

Auch bei Einkünften aus Masternodes muss unterschieden werden, ob es sich noch um eine private oder schon um eine gewerbliche Tätigkeit handelt. Die Grenze zur gewerblichen Tätigkeit wird schnell überschritten, so dass die Erträge gemäß § 15 Abs. 1 EStG steuerpflichtig sein könnten. Wie die Erträge im Falle des privaten Tätigwerdens besteuert werden, ist ungeklärt. Es könnte vertreten werden, dass diese analog zum privaten Mining nicht steuerbar sind, aber auch eine Steuerbarkeit als sonstige Einkünfte kommt in Betracht.

Auch die steuerliche Behandlung der 1.000 Dash, die als Voraussetzung für die Anerkennung als Masternode zur Verfügung stehen müssen, ist ungeklärt. Den allgemeinen Grundsätzen folgend, dürften diese Dash im Falle einer gewerblichen Tätigkeit Betriebsvermögen darstellen, auch wenn sie zuvor im Rahmen einer privaten Vermögensverwaltung gekauft wurden. Die Einlage aus dem Privatvermögen in das Betriebsvermögen zwecks Aufnahme der Tätigkeit als Masternode stellt keine steuerbare Veräußerung der Dash dar. Die Dash sind grundsätzlich mit dem Teilwert zum Zeitpunkt der Einlage zu bewerten. Wurden die Dash allerdings innerhalb der letzten drei Jahre vor der Einlage angeschafft oder hergestellt, sind sie höchstens mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten anzusetzen. Die zwischenzeitlichen Wertsteigerungen würden im Betriebsvermögen erfasst. Vor Aufnahme der Tätigkeit als Masternode sollte daher die Herkunft und Verwendung der 1.000 Dash mit einem Steuerberater oder Rechtsanwalt besprochen werden.

Werden die Dash nach Beendigung der Tätigkeit wieder in das Privatvermögen überführt, liegt eine Entnahme aus dem Betriebsvermögen vor, die wie eine Veräußerung aus dem Betriebsvermögen zu behandeln ist und folglich zu gewerblichen Gewinnen führen kann. Erst mit der Entnahme beginnt für die Dash wieder die Haltefrist des § 23 EStG zu laufen.

Österreich

Das BMF hat zu dieser Frage in der oben erwähnten Information keine Stellung genommen; es ist aber davon auszugehen, dass die Finanzverwaltung – wie beim Mining – Einkünfte aus Gewerbebetrieb iSd § 23 EStG annehmen würde. Konsequenterweise wären die als Collateral gehaltenen 1.000 DASH steuerliches Betriebsvermögen; daraus erzielte Veräußerungsgewinne wären damit immer einkommensteuerpflichtig. Richtiger erscheint es wohl, auf Art und Umfang der Tätigkeit des Steuerpflichtigen abzustellen und betriebliche Einkünfte nur ausnahmsweise anzunehmen. Wie beim Mining sollte mangels eines identifizierbaren Leistungsempfängers keine Umsatzsteuerbarkeit gegeben sein. Wie erwähnt gibt es aber dazu keine schriftlichen Aussagen des BMF.

Proposals

Wie werden Einnahmen aus Dash Proposals besteuert?

Deutschland

Auch diese Frage ist in Deutschland noch ungeklärt. Häufig liegt bei Einnahmen aus Dash Proposals eine gewerbliche Tätigkeit vor, die Einkommensteuer oder im Falle des Tätigwerdens einer Körperschaft Körperschaftsteuer auslöst. Umsatzsteuerrechtlich stellt sich jedoch die Frage, ob mangels eines identifizierbaren Leistungsempfängers überhaupt eine umsatzsteuerbare Leistung anfällt. Da diese Frage ungeklärt ist, sollte in diesen Fällen eine Abstimmung mit dem Finanzamt erfolgen.

Österreich

Auch dazu gibt es keine Stellungnahme; wenn überhaupt ein Gewinn gegeben ist (und nicht zB in Höhe der Einnahmen auch Ausgaben vorliegen), werden in der Regel wohl Einkünfte aus Gewerbebetrieb iSd § 23 EStG vorliegen. Wie beim Mining sollte mangels eines identifizierbaren Leistungsempfängers keine Umsatzsteuerbarkeit gegeben sein. Wie erwähnt gibt es aber dazu keine schriftlichen Aussagen des BMF.

Händler und Dienstleister

Wie werden Einkünfte von Händlern/Dienstleistern in Dash besteuert?

Deutschland

Lieferungen oder sonstige Leistungen, deren Entgelt in Dash oder anderen Kryptowährungen besteht, sind umsatzsteuerlich gleich zu behandeln wie Lieferungen oder sonstige Leistungen, deren Entgelt in gesetzlichen Zahlungsmitteln (z.B. Euro) besteht. Die Bemessungsgrundlage einer derartigen Lieferung oder sonstigen Leistung für Zwecke der Umsatzsteuer bestimmt sich nach dem Wert der erhaltenen Kryptowährung.

Ertragsteuerlich liegt beim Verkauf einer Ware/Anbieten einer Dienstleistung gegen Kryptowährungen ein Tausch vor.

Österreich

Lieferungen oder sonstige Leistungen, deren Entgelt in Dash oder anderen Kryptowährungen besteht, sind gleich zu behandeln wie Lieferungen oder sonstige Leistungen, deren Entgelt in gesetzlichen Zahlungsmitteln (zB EUR) besteht. Die Bemessungsgrundlage einer derartigen Lieferung oder sonstigen Leistung für Zwecke der Umsatzsteuer bestimmt sich nach dem Wert der erhaltenen Kryptowährung. Auch ertragsteuerlich spielt es keine Rolle, ob ein Händler/Dienstleister gesetzliche Zahlungsmittel (zB EUR) oder Kryptowährungen erhält; in beiden Fällen besteht Einkommen-/Körperschaftsteuerpflicht.

Haftungsausschluss

Die steuerrechtlichen Fragestellungen im Zusammenhang mit Kryptowährungen sind noch weitgehend ungeklärt. Sowohl das Finanzamt als auch das Finanzgericht können daher im Einzelfall von der hier dargestellten steuerlichen Behandlung abweichen. Die Autoren übernehmen keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Inhalte. Steuerpflichtige sollten sich stets vor Aufnahme ihrer Tätigkeit an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt wenden.